Präsenzpflicht


Schulen und Kitas: Vorsichtige Lockerungen ab 22. Februar
 
Pressemitteilung vom 11.02.2021
Der Senat hat heute auf Vorschlag von Senatorin Sandra Scheeres und unter Berücksichtigung der Bund-Länder-Gespräche am 10. Februar Folgendes festgelegt:

Für die Schulen:
  • Die bis zum 12. Februar geltenden Regeln wie die Aussetzung der Präsenzpflicht werden verlängert. Die meisten Berliner Schülerinnen und Schüler bleiben auch danach im schulisch angeleiteten Lernen zu Hause. Abschlussklassen werden zunächst weiter wahlweise schulisch angeleitet zu Hause oder im Wechselmodell mit halber Klassengröße unterrichtet. Darüber entscheiden die Schulleitungen in Absprache mit den Elternvertretungen.
  • Ab Montag, dem 22. Februar, findet für die Jahrgangstufen 1 bis 3 Wechselunterricht in halber Klassengröße statt. Das geschieht entweder im Umfang von mindestens 3 Unterrichtsstunden täglich oder nach schulischer Entscheidung und in Abstimmung mit der Schulkonferenz im tage- oder wochenweisen Wechsel. Eine Notbetreuung wird in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 weiter angeboten.
  • Alle Jahrgänge sind verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Im Freien kann darauf verzichtet werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Praktika finden nicht statt.

Für die Kitas:
  • Die Berliner Kitas sind weiterhin im Notbetrieb. Ab dem 22. Februar 2021 wird der Zu-gang zur Notbetreuung moderat erweitert: Die Obergrenze für die maximale Auslastung einer Kita wird von derzeit 50 Prozent auf 60 Prozent erhöht. Der bevorstehende Übergang in die Schule sowie Sprachförderbedarf werden als weitere besondere pädagogische Gründe für die Notbetreuung anerkannt.
  • Voraussetzung für die Notbetreuung ist weiterhin, dass die Eltern entweder einen sog. systemrelevanten Beruf ausüben, alleinerziehend sind oder besondere soziale/pädagogische Gründe vorliegen und die Kinderbetreuung nicht anders organisiert werden kann. Wird die zulässige Auslastungsgrenze nicht überschritten, dürfen auch Kinder mit einem dringenden Betreuungsbedarf die Notbetreuung in Anspruch nehmen, deren Eltern nicht in einem systemrelevanten Bereich arbeiten.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familien:
„Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sind von den derzeitigen Einschränkungen besonders betroffen. Wenn es um vorsichtige Lockerungen geht, haben Schulen und Kitas Priorität. Berlin geht hierbei behutsam und unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens vor. Die jüngsten Schülerinnen und Schüler können in den Schulen im Wechselunterricht in halber Klassengröße unterrichtet werden. In den Kitas wird der Zugang zur Notbetreuung moderat erweitert. Zugleich investieren wir begleitend weitere 70 Millionen Euro in die Prävention und Lernhilfen, in weitere Luftfiltergeräte, 700.000 FFP2-Masken und medizinische Masken sowie Corona-Tests.“
Weitere Pressemitteilungen
der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Zeugnisvergabe verändert - Sorgentelefone länger geschaltet
 
Pressemitteilung vom 26.01.2021
Am Freitag (29.01.2021) ist der letzte Schultag vor den einwöchigen Winterferien. Üblicherweise erhalten Schülerinnen und Schüler an diesem Tag die Halbjahreszeugnisse. Pandemiebedingt ist auch das in diesem Jahr anders: Aus Gründen des Infektionsschutzes werden die Zeugnisse in diesem Jahr in der Regel erst nach den Winterferien ausgegeben. Ausnahmen von dieser Regel sind möglich, zum Beispiel die Ausgabe von Abgangszeugnissen, Zeugnissen des dritten Kurshalbjahrs der Qualifikationsphase oder von Zeugnissen, die im Aufnahmeverfahren relevant sind, jeweils nach Terminvereinbarung. Auch die im Zusammenhang mit anstehenden Aufnahmeverfahren zusätzlich zu den Zeugnissen ausgehändigten Unterlagen (Anmeldebogen und Förderprognose) müssen im Original ausgehändigt werden.
Hiervon unabhängig sind Schülerinnen und Schüler sowie ggf. Erziehungsberechtigte über die Zeugnisnoten geeignet zu informieren, zum Beispiel durch die Übermittlung von Zeugniskopien, sofern Versetzung oder Abschluss gefährdet erscheinen. In allen anderen Fällen kann Schülerinnen und Schülern oder Erziehungsberechtigten eine Kopie des Zeugnisses auf Wunsch per E-Mail übermittelt werden. Hierzu bedarf es einer schriftlichen Einwilligung. Eine End-to-End-Verschlüsselung sowie ein passwortgeschützter Versand werden empfohlen. Als Ausgabetag bleibt auf dem Zeugnis der 29.01.2021 eingetragen.
„Unserer Schulen werden die Schülerinnen und Schüler nicht im Unklaren über ihren Leistungsstand lassen. Auch ein schlechtes Zeugnis sollten die Erziehungsberechtigen ruhig und konstruktiv mit ihren Kindern besprechen. Böse Worte helfen hier nicht weiter“, empfiehlt die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, den Eltern.
Da die Zensuren nicht immer den Wünschen und Erwartungen entsprechen, beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sorgentelefons in der Senatsbildungsverwaltung bei kleinen und großen Sorgen von Eltern, Schülerinnen und Schülern. Berlin verlängert aufgrund der besonderen Situation die Erreichbarkeit der Sorgentelefone. Am 29. Januar 2021 und auch am 8. Februar sind in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr folgende Sorgentelefone mit den nachstehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt:

Grundschulen
Frau Dr. Ulrike Becker Tel.: 030 / 90227-6028

Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt
Herr Klaus Jürgen Heuel Tel.: 030 / 90227-5834

Integrierte Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen
Herr Dr. Thomas Nix Tel.: 030 / 90227-5865

Gymnasien
Frau Dr. Eva Heesen Tel.: 030 / 90227-6356

Bereich Berufliche Schulen
Frau Sibylle Scherble Tel.: 030 / 90227-5499

Berlin wird zudem für benachteiligte Schülerinnen und Schüler in den Winterferien die Winterschule 2021 anbieten. Dieses Angebot gilt in erster Linie für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 2, 9 und 10. In der Winterschule können Kinder und Jugendliche Unterrichtsstoff nachholen, um Lernrückstände aufgrund des ausgesetzten Präsenzunterrichts abzubauen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Es geht dabei insbesondere um Deutsch und Mathematik.
Präsenzpflicht an Schulen bis 14. Februar ausgesetzt - Notbetreuung wird weiterhin angeboten
 
Pressemitteilung vom 20.01.2021
Im Lichte der Entscheidungen, die die Konferenz der Regierungschefinnen und -chefs der Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin beschlossen haben, hat der Senat in Abstimmung mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres heute für den Schulbereich Folgendes festgelegt:
  • Die Präsenzpflicht bleibt bis zum 14. Februar 2021 für alle Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen ausgesetzt. Damit gelten die am 8. Januar (s.u.) festgelegten Regelungen für die Berliner Schulen grundsätzlich weiter.
  • Es wird weiter eine Notbetreuung angeboten. Dafür hat die Senatsinnenverwaltung eine aktualisierte Liste der sogenannten systemrelevanten Berufe erstellt (KRITIS-Liste). Diese Notbetreuung kann in Anspruch genommen werden, wenn ein Elternteil einen solchen Beruf ausübt, auch Alleinerziehende haben einen Anspruch auf Notbetreuung.
  • Abschlussklassen können weiter im schulisch angeleiteten Lernen zu Hause oder im Wechselunterricht in kleinen Gruppen unterrichtet werden.
  • Die Winterschule Berlin für sozial benachteiligte Schulanfänger und Jugendliche findet wie geplant in den Winterferien statt.
  • Die Schulen machen weiterhin zusätzliche Förderungs- und Unterstützungsangebote für benachteiligte Schülerinnen und Schüler. Bei Bedarf, etwa bei der Gefährdung des Schulabschlusses, sollen Lernangebote in Kleingruppen durchgeführt werden.
  • Die Teilnahme an den Vergleichsarbeiten Vera 3 und Vera 8 wird in diesem Jahr freiwillig sein.
  • Die Schulinspektion wird bis zum Ende des Schuljahres 2020/21 ausgesetzt.
  • Zeugnisse werden in der Regel nach den Winterferien ausgegeben. Ausnahmen von dieser Regelung sind möglich.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie:
„Ich wünsche mir, dass insbesondere die jüngsten Grundschulkinder möglichst bald wieder zu Schule gehen können. Das ist wegen des hohen Infektionsgeschehens und der derzeit nur schwer einschätzbaren Gefährlichkeit der Virus-Mutation leider nicht möglich. Ich weiß, dass das für alle Eltern sowie Schülerinnen und Schüler eine große Belastung darstellt. Den Lehrkräften danke ich für ihr Engagement in dieser Phase des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause.“
 
Keine Präsenzpflicht an Schulen vor dem 25. Januar – besondere Angebote für Abschlussklassen ab 11.01.2021
 
Pressemitteilung vom 08.01.2021
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat ihre Regelungen zum Schulbetrieb im Januar überarbeitet. Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Wir gehen damit auf die vielfach geäußerten Sorgen an Schulen ein. In den nächsten Wochen brauchen wir an den Schulen einen möglichst breiten Konsens, um den Herausforderungen durch die Pandemie zu begegnen.“
  • Vor dem 25. Januar 2021 wird es keine generelle Präsenzpflicht an Berliner Schulen geben.
  • Die Grundschulen werden frühestens am 25. Januar wieder im Wechselunterricht starten, vorbehaltlich des Infektionsgeschehens. Es wird weiter eine Notbetreuung angeboten.
  • Am 19. Januar wird darüber entschieden, wie es ab dem 25. Januar mit dem Schulbetrieb an Grundschulen weitergeht.
  • Auch an den weiterführenden Schulen wird es bis mindestens 25. Januar keinen Präsenzunterricht geben. Lediglich für die Abschlussklassen gelten besondere Regelungen: Die Schulleitungen können in Abstimmung mit den Elternvertretungen und der Schulaufsicht entscheiden, ob die Abschlussklassen im Wechselunterricht vor Ort in der Schule in kleinen Lerngruppen oder im schulisch angeleiteten Lernen zu Hause gemäß Handlungsrahmen (Alternativszenario) unterrichtet werden. Als Abschlussklassen gelten die Jahrgangsstufe 10 an allen weiterführenden Schulen sowie die Jahrgangsstufe 12 an Gymnasien und Jahrgangs-stufe 13 an Integrierten Sekundarschulen/Gemeinschaftsschulen.
  • Auch an den beruflichen Schulen wird es bis mindestens 25. Januar keinen Präsenzunterricht geben. Lediglich die Abschlussklassen der Berufsschulen und der 13. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums können in Abstimmung zwischen Schulleitung und Schulaufsicht in Präsenzform in kleinen Lerngruppen unterrichtet werden.
  • Prüfungen finden statt, Klausuren und Klassenarbeiten können durchgeführt werden. Die Schulen machen sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zusätzliche Förder- und Unterstützungsangebote.
 

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